Antibiotikaresistenzen entstehen nicht nur in der Tierhaltung, aber Tierhaltung ist ein relevanter Baustein. 2024 wurden in Deutschland 562 Tonnen Antibiotika in der Tiermedizin abgegeben; seit 2011 ist die Menge stark gesunken, bleibt aber hoch. Weniger intensive Tierhaltung und weniger Krankheitsdruck können helfen, den Einsatz weiter zu senken — neben verantwortlichem Antibiotikaeinsatz in Humanmedizin und Tiermedizin.
Was hinter der Parole steckt: Die Aussage trennt den eigenen Konsum künstlich von Produktionsbedingungen. Gleichzeitig wäre es überzogen, Resistenzen nur Fleischkonsum zuzuschreiben; korrekt ist eine One-Health-Perspektive, in der Humanmedizin, Tiermedizin, Hygiene und Haltung zusammen betrachtet werden.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Sollten wir Resistenzen nur in Krankenhäusern betrachten — oder auch dort, wo viele Tiere dicht gehalten werden?"
- „Wodurch sind die Abgabemengen seit 2011 so stark gesunken — und welche Rolle spielte dabei die Haltungsform?"
- „Welche Haltungsform braucht aus deiner Sicht weniger Routine-Behandlungen?"
Stichworte: Antibiotika, Resistenz, Keime, Massentierhaltung, Gesundheit, WHO