Was wird für den Wandel getan?
- erhalten KI-Schulung vom Arbeitgeber: 20 % (Bitkom (2025))
- besitzen digitale Basiskompetenzen: 49 % (Initiative D21)
- WB-Quote Hilfsarbeitskräfte: 1,1 % (vs. 10,5 % Akademiker)
- WB-Investitionen der Wirtschaft: 46,4 Mrd. € (IW Köln (2022))
Die Bundesregierung hat mit dem Qualifizierungschancengesetz, der Nationalen Weiterbildungsstrategie und dem KI-Aktionsplan (über 1,6 Mrd. €) Instrumente geschaffen. Das Ziel: eine Weiterbildungsquote von 65 % bis 2030. Seit Februar 2025 verpflichtet der EU AI Act alle Unternehmen zudem, Mitarbeitenden mit KI-Kontakt eine Grundschulung in KI-Kompetenz anzubieten.
- Die Schere bei der Weiterbildung geht auf: Akademiker haben eine 9,5-mal höhere Weiterbildungsquote als Hilfsarbeitskräfte (10,5 % vs. 1,1 %). Nur 49 % der Bevölkerung besitzen digitale Basiskompetenzen — bei Einkommensschwachen sind es nur 32 %.
Die Programme existieren, aber ihre Reichweite ist begrenzt: 70 % der Beschäftigten bekommen keine KI-Fortbildung angeboten. Geringqualifizierte und KMU sind systematisch unterrepräsentiert. Die Herausforderung liegt nicht im fehlenden Angebot, sondern darin, die Richtigen zu erreichen.
EU AI Act und nationale KI-Strategie
Hinweis: Regulatorische Meilensteine
- Nov 2018: Nationale KI-Strategie (3 Mrd. €) (Bundesregierung)
- Dez 2020: Fortschreibung KI-Strategie (5 Mrd. €) (Konjunkturpaket)
- Apr 2021: EU-Kommission legt AI-Act-Entwurf vor
- Aug 2024: EU AI Act tritt in Kraft
- Feb 2025: Phase 1: Verbotene Praktiken und KI-Kompetenzpflicht
- Aug 2025: Phase 2: GPAI-Modell-Regeln und nationale Behörden
- Aug 2026: Phase 3: Hochrisiko-KI voll durchsetzbar
- Aug 2027: Phase 4: Eingebettete Hochrisiko-Systeme
Der EU AI Act — das weltweit erste umfassende KI-Gesetz — hat direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist seit Februar 2025 verboten. KI-Systeme für Bewerbungsfilterung, Leistungsüberwachung und Beförderungsentscheidungen gelten als Hochrisiko und müssen ab August 2026 strenge Auflagen erfüllen, darunter Risikomanagement, menschliche Aufsicht und Transparenz. Bei Verstößen gegen verbotene Praktiken drohen bis zu 35 Mio. € oder 7 % des globalen Jahresumsatzes.