Tatsächlich gab es ukrainische Verhandlungsangebote — etwa in Istanbul 2022, mit Neutralität gegen Sicherheitsgarantien, und später die Zehn-Punkte-Friedensformel. Dass Kiew auf territorialer Integrität und Garantien besteht, ist kein Kriegswille, sondern die Position der angegriffenen Seite. Frieden scheitert nicht am Willen einer Seite allein — die Forderungen beider Seiten liegen weit auseinander. ‚Will keinen Frieden' blendet aus, wer den Krieg begonnen hat und welche Ziele Russland nennt.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole schiebt die Verantwortung für das Ausbleiben von Frieden einseitig der angegriffenen Seite zu (Täter-Opfer-Umkehr) und deutet legitime Verhandlungsbedingungen als Friedensunwilligkeit um.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Welche Verhandlungsangebote gab es bislang von ukrainischer Seite — kennst du sie?"
- „Sind Forderungen nach territorialer Integrität und Sicherheitsgarantien ungewöhnlich für ein angegriffenes Land?"
- „Wer müsste für einen Frieden seine Truppen zurückziehen — und tut er das?"
Stichworte: Selenskyj, Frieden, Verhandlungen, Ukraine, Kriegstreiber, Diplomatie