Wie selektiv das Schulsystem sein soll, ist eine bildungspolitische Werteentscheidung — die empirische Basis dazu: Lernverläufe entwickeln sich unterschiedlich, und PISA zeigt für Deutschland einen besonders engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulform — frühe, harte Selektion trifft also nicht nur die ‚Leistung', sondern auch das Elternhaus. Eine feste Quote setzt zudem voraus, dass sich ‚die Besten' zum Übertrittszeitpunkt zuverlässig messen lassen; genau das ist nach der Datenlage zur frühen Diagnostik unsicher. Ob man trotzdem stärker selektieren will, bleibt eine Wertefrage — die Treffsicherheit der Auswahl ist dagegen empirisch begrenzt.
Stichworte: Gymnasium, 25 Prozent, Selektion, Leistung