Eine repräsentative Studie des Prognos-Instituts in Sachsen zeigt: In Schulwochen fallen Mehrstunden an. Im Jahresmittel lagen Vollzeit-Lehrkräfte etwa auf ihrem individuellen Soll, Teilzeitkräfte aber 5,8 % darüber. Unterricht ist dabei nur ein Teil der Arbeitszeit – hinzu kommen Vor- und Nachbereitung, Korrekturen, Elterngespräche, Verwaltung und Konferenzen.
Was hinter der Parole steckt: Sichtbarkeits-Fehlschluss: Nur der öffentlich sichtbare Teil der Arbeit (Unterrichtsstunden, Ferien) wird als Gesamtarbeitszeit gewertet. Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und Verwaltung bleiben unsichtbar — und fallen damit aus der Rechnung.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Zählst du nur die Unterrichtsstunden — oder auch Vorbereitung, Korrekturen, Elterngespräche und Konferenzen?"
- „Was zeigt die Prognos-Arbeitszeitstudie zur tatsächlichen Jahresarbeitszeit von Lehrkräften?"
- „Wie viele Stunden Arbeit stecken nach deiner Schätzung hinter einer einzelnen Unterrichtsstunde?"
Stichworte: halbtags, ferien, lehrer faul, arbeitszeit, teilzeit