Die Zahlen zeigen das Gegenteil: E-Autos brennen laut BMUKN nicht häufiger als Verbrenner — eine schwedische Auswertung (MSB) kam für 2022 sogar auf rund 19-mal seltener, wobei die ältere Verbrennerflotte das Bild mitprägt. Auch der Versicherer-Verband GDV sieht kein erhöhtes Brandrisiko. Brennt ein Akku doch, ist das Löschen aufwendiger, weil die Zellen gekühlt werden müssen — für Feuerwehren ist das aber ein bekanntes, beherrschbares Szenario, kein unlöschbares Inferno.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole stützt sich auf den Verfügbarkeitsfehler: Spektakuläre Einzelbilder eines brennenden E-Autos bleiben im Gedächtnis und wirken häufiger, als sie sind. ‚Ständig‘ und ‚nicht löschbar‘ sind Dramatisierungen, die eine seltene, beherrschte Ausnahme zur Regel erklären.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wie viele E-Auto-Brände kennst du aus Statistiken — und wie viele aus einzelnen viralen Videos?"
- „Würdest du erwarten, dass Versicherer E-Autos teurer machen, wenn sie wirklich öfter brennen würden?"
- „Was genau meinst du mit ‚nicht löschbar‘ — dass es länger dauert, oder dass es gar nicht geht?"
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