Langstrecke funktioniert — mit etwas mehr Planung als beim Verbrenner. Viele Kompakt-E-Autos schaffen 350 bis 500 km WLTP-Reichweite, bei hohem Tempo real etwas weniger. An einem Schnelllader (über 48.000 stehen in Deutschland) lädt man in rund 25 bis 30 Minuten von 10 auf 80 % nach, also Strom für grob 200 bis 300 km. Auf der Strecke München–Gardasee (ca. 480 km) genügt ein Ladestopp — etwa so lang wie eine ohnehin sinnvolle Kaffee- und Toilettenpause. Wer pendelt, lädt zudem meist bequem zu Hause und startet morgens mit voller Batterie.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole macht aus dem seltenen Extremfall — der einen langen Urlaubsfahrt im Jahr — den Maßstab für den gesamten Alltag. Dabei sind die allermeisten Fahrten kurz und werden bequem zu Hause geladen. Ein Sonderfall wird zum K.-o.-Kriterium aufgeblasen.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wie oft im Jahr fährst du tatsächlich am Stück über 600 km — und wie oft sind es unter 50 km?"
- „Machst du auf so einer langen Strecke nicht ohnehin eine Pause zum Essen und für die Toilette?"
- „Wo würdest du dein E-Auto im Alltag laden — gibt es zu Hause oder beim Arbeitgeber eine Lademöglichkeit?"
Stichworte: urlaub, reichweite, italien, langstrecke, laden, pause