Öffentliche Meinung
Zahlreiche Umfragen zeigen ein konsistentes Bild: Eine Mehrheit lehnt Gendern mit Sonderzeichen ab. Die Ablehnung ist allerdings nicht monolithisch — Alter, Geschlecht und politische Orientierung spielen eine große Rolle. Zudem muss zwischen verschiedenen Formen unterschieden werden: Die Beidnennung wird deutlich breiter akzeptiert als Sternchen oder Doppelpunkt.
Hinweis: Zustimmung zum Gendersternchen nach Altersgruppe (Forsa 2023)
- 18–29 J.: 42 %
- 30–44 J.: 31 %
- 45–59 J.: 14 %
- 60+ J.: 11 %
- Stört Gendern mit Sonderzeichen: 73 % (Forsa Juli 2023)
- Doppelnennung akzeptiert: 69 % (Infratest dimap / WDR 2022)
- Gegen Gender-Pflicht in Verwaltung: 75 % (Forsa Juli 2023)
- Gendern ‚gar nicht wichtig': 41 % (Infratest dimap / WDR 2022 (2020: 30 %))
- Einzig Grünen-Anhänger befürworten Gendern mit Sonderzeichen mehrheitlich (58 %). In allen anderen Parteianhängerschaften überwiegt die Ablehnung — auch 46 % sprechen sich aber gegen ein Genderverbot in Verwaltungstexten aus.