Geschlechtergerechte Sprache wird seit den späten 1970ern wissenschaftlich diskutiert — Senta Trömel-Plötz veröffentlichte 1978 den ersten deutschsprachigen Aufsatz zur feministischen Sprachkritik, und seit 1980 sind geschlechtsneutrale Stellenausschreibungen gesetzlich vorgeschrieben. Richtig ist: Einzelne Formen wie der Genderstern sind deutlich jünger, und welche Schreibweise sich langfristig durchsetzt, ist offen. Die konkrete Form mag sich ändern — das Grundanliegen besteht aber seit über 45 Jahren und ist teilweise gesetzlich verankert.
Was hinter der Parole steckt: Das Etikett ‚Mode' verharmlost: Was nur vorübergehend ist, muss man nicht ernst nehmen. Dabei wird die Neuheit einzelner Schreibweisen mit dem Alter des Anliegens verwechselt — die Form ist jung, die Debatte ist es nicht.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Seit wann, glaubst du, wird über geschlechtergerechte Sprache diskutiert?"
- „Geschlechtsneutrale Stellenanzeigen sind seit über 45 Jahren Pflicht — fällt das für dich noch unter Mode?"
- „Wäre das Anliegen dahinter falsch, selbst wenn der Genderstern wieder verschwindet?"
Stichworte: Mode, Trend, vorübergehend, bald vorbei, Zeitgeist