Der Rückstand war real: Die ePA startete mehrfach verzögert. Seit Februar 2025 haben 73 Millionen Versicherte automatisch eine ePA (Opt-out). Das ist ein echter Systemwechsel, wenn auch spät. Bei digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) ist Deutschland mit 58 zugelassenen Apps (Ende 2025) und schnellen Erstattungswegen internationaler Vorreiter – allerdings bei unklarem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Fortschritt und Rückstand existieren gleichzeitig.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole macht aus jahrelangen Verzögerungen ein endgültiges Urteil — ‚hoffnungslos‘ lässt keine Entwicklung mehr zu. Das ist eine Momentaufnahme, die als Dauerzustand verkauft wird, und übersieht, dass Fortschritt und Rückstand gleichzeitig existieren: Bei der ePA war Deutschland spät, bei den DiGA dagegen international vorn. Pauschalurteile verdecken, wo es konkret hakt.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Rückständig wobei genau — bei der Patientenakte oder bei digitalen Anwendungen, wo Deutschland eher vorn liegt?"
- „Wenn seit 2025 über 70 Millionen Menschen eine ePA haben und sie in Praxen Pflicht ist — ist ‚hoffnungslos‘ dann noch die richtige Beschreibung?"
- „Was würde dich überzeugen, dass es vorangeht — welche konkrete Funktion müsste im Alltag funktionieren?"
Stichworte: digital, epa, rückstand, digitalisierung, app, patientenakte