Wetter ist nicht Klima. Ein kalter Winter in Deutschland widerlegt den globalen Trend nicht: 2025 war weltweit das drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen (Copernicus); die letzten elf Jahre sind gleichzeitig die elf wärmsten der Messreihe. Das gleitende 3-Jahres-Mittel hat erstmals die 1,5-Grad-Schwelle überschritten. In Europa werden Kälteperioden insgesamt seltener, auch wenn einzelne kalte Winter weiter vorkommen können.
Was hinter der Parole steckt: Wetter-Klima-Verwechslung mit geografischem Cherrypicking: Ein kurzer, lokaler Beobachtungsausschnitt (kalter Winter in Deutschland) ersetzt die globale 30-Jahres-Statistik. Genau diese Verwechslung ist die häufigste Form der Klima-Skepsis-Anekdotik.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wenn 2025 global das drittwärmste Jahr war und alle elf wärmsten Jahre nach 2014 liegen — was unterscheidet dein lokales Wetter vom globalen Trend?"
- „Wetter ist, was du draußen siehst — Klima ist die 30-Jahres-Statistik. Welche der beiden Größen bewertest du gerade?"
- „Wenn der kalte Winter in Deutschland zeitgleich mit Hitzerekorden in Brasilien und Indien fällt — wie ordnest du das in dein ‚nicht wärmer‘-Bild ein?"
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