Die Zahl stimmt ungefähr: KfW Research veranschlagt rund 5 Billionen Euro Investitionen bis 2045. Sie als Einmalsumme einem Jahres-BIP gegenüberzustellen führt aber in die Irre. Verteilt auf gut zwei Jahrzehnte sind es etwa 191 Mrd. Euro pro Jahr (rund 5 % des BIP), und nur etwa 1,9 Billionen davon sind klimaschutzbedingte Mehrkosten — der Rest sind Investitionen, die ohnehin anfallen (neue Autos, Heizungen, Industrieanlagen). KfW selbst hält die Summe für tragbar. Dagegen stehen die Kosten des Nichtstuns: allein 2025 rund 224 Mrd. USD an weltweiten Wetterschäden.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole verdichtet einen über zwanzig Jahre gestreckten Investitionsbedarf zu einer erschlagenden Einmalsumme und vergleicht sie mit einer Jahresgröße (BIP). Das erzeugt Schockwirkung, verschweigt aber die zeitliche Streckung, den hohen Anteil ohnehin fälliger Ersatzinvestitionen und die vermiedenen Schadenskosten.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „5 Billionen über 20 Jahre — wie viel ist das pro Jahr, und wie viel davon wäre für neue Autos und Heizungen ohnehin fällig?"
- „Wenn KfW die Summe selbst als tragbar einstuft — worauf stützt du die Behauptung, sie sei unbezahlbar?"
- „Was kostet die Alternative, also das Nichtstun, an Schäden und Anpassung?"
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