Klimaschutz verschiebt Beschäftigung stärker, als dass er pauschal Jobs vernichtet. Weltweit arbeiten laut IRENA bereits 16,6 Mio. Menschen in den Erneuerbaren. In Deutschland sind Energiewende-Berufe in den letzten Jahren stark gewachsen. Ein wahrer Kern bleibt: Für einzelne Regionen und Branchen — etwa die Kohlereviere — sind die Verluste real und konzentriert, während neue Jobs oft anderswo und in anderen Berufen entstehen. Pauschal ‚kostet Arbeitsplätze' beschreibt also eine Verschiebung als Vernichtung.
Was hinter der Parole steckt: Selektive Bilanz: Verlorene Jobs (Kohle, fossile Industrie) werden gezählt, neu entstehende (Wärmepumpen-, PV-, E-Mobil-Industrie, Sanierung) systematisch nicht. Strukturwandel-Realität wird zur Nettoverlust-Behauptung umgedeutet, obwohl IRENA weltweit allein in Erneuerbaren 16,6 Mio. Arbeitsplätze zählt.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wie sieht deine Bilanz aus, wenn du EE-Jobs (16,6 Mio. weltweit laut IRENA) und Wachstum in Wärmepumpen/PV/E-Mobil dagegenstellst?"
- „In welchem Sektor in Deutschland siehst du tatsächlich Jobverluste durch Klimapolitik konkret — und welche Studie quantifiziert das?"
- „Wenn der Strukturwandel ohnehin über Marktpreise und EU-CO2-Zoll kommt — bleibt der Job-Verlust ohne Klimaschutz wirklich aus?"
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