Das Bild vom Eigenheim auf dem Land hat einen wahren Kern: In der DDR waren selbst gebaute oder ererbte Ein- und Zweifamilienhäuser in ländlichen Gebieten verbreitet, anders als in den Neubaublocksiedlungen der Städte. Für die Gegenwart hält das Klischee aber nicht: Sachsen hat mit 34,5 % die niedrigste Wohneigentumsquote aller Flächenländer, in Leipzig und Dresden liegt sie sogar nur bei 13,5 % bzw. 16,8 %. Nur ostdeutsche Flächenländer wie Brandenburg (44,3 %) kommen an den Bundesschnitt (41,9 %) heran. Zwar steigt die Quote im Osten seit 2011 leicht, während sie im Westen leicht sinkt — von einer verbreiteten Eigenheim-Realität kann aber gerade in ostdeutschen Großstädten keine Rede sein.
Was hinter der Parole steckt: Verallgemeinerung eines ländlichen DDR-Klischees auf die Gegenwart: Blendet aus, dass gerade ostdeutsche Großstädte die niedrigsten Eigentumsquoten Deutschlands haben.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Meinst du ländliche Gegenden oder auch Städte wie Leipzig und Dresden?"
- „Worauf stützt sich der Eindruck — eigene Beobachtung oder Statistik?"
Stichworte: Wohneigentum, Eigenheim, Immobilien, Osten, Wohnen