Richtig ist, dass die AfD im Osten überdurchschnittlich stark abschneidet — bei der Bundestagswahl 2025 im Schnitt etwa doppelt so hoch wie im Westen, mit dem höchsten Landesergebnis in Thüringen (38,6 %). 'Alle' trifft aber nicht zu: Auch in Thüringen haben rund 61 % nicht die AfD gewählt. Das reale, deskriptive Muster ist eine deutlich höhere Zustimmung im Osten als im Westen — keine Einheitlichkeit einer ganzen Bevölkerungsgruppe.
Was hinter der Parole steckt: Pauschalisierung einer Gruppe ('alle') anhand eines überdurchschnittlichen, aber weit von 100 % entfernten Stimmenanteils.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Was genau meinst du mit 'alle' — die Mehrheit oder wirklich jeder?"
- „Wie erklärst du dir, dass in Thüringen trotzdem über 60 % nicht AfD gewählt haben?"
Stichworte: AfD, Wahlverhalten, Wahlergebnis, Ost, Bundestagswahl