Kriminalität & Polizeiliche Kriminalstatistik
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 weist 41,8 % aller Tatverdächtigen als nichtdeutsch aus. Bereinigt um ausländerrechtliche Verstöße (die nur von Nichtdeutschen begangen werden können) sinkt der Anteil auf 35,4 % – bei einem Bevölkerungsanteil von ca. 15 %. Eine pauschale Gleichsetzung dieser Zahlen mit höherer Kriminalitätsneigung greift jedoch zu kurz.
PKS 2024 – Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit
| Kategorie | Anzahl | Anteil |
|---|
| Tatverdächtige gesamt | 2.185.064 | 100 % |
| Nichtdeutsche TV (alle Delikte) | 913.196 | 41,8 % |
| Nichtdeutsche TV (ohne ausl.-rechtl. Verstöße) | 696.873 | 35,4 % |
| Davon Zuwanderer | 383.844 | 17,6 % |
| Zuwanderer (ohne ausl.-rechtl. Verstöße) | ~192.000 | ~8,8 % |
Das BKA und das BMI nennen mehrere Faktoren, die die Überrepräsentation erklären, ohne sie zu rechtfertigen: die demografische Struktur der Zuwanderungsbevölkerung (überproportional junge Männer – die Gruppe mit der höchsten Kriminalitätsbelastung in jeder Bevölkerung), nachteilige ökonomische Lebenslagen, psychische Belastungen durch Flucht und eigene Gewalterfahrungen sowie das höhere Anzeigeverhalten gegenüber Fremden.
- Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) für Deutsche lag 2024 bei 1.878 pro 100.000 Einwohner. Ein direkter Vergleich mit Nichtdeutschen ist methodisch schwierig, da Faktoren wie Altersstruktur, Geschlechterverteilung und soziale Lage berücksichtigt werden müssen.
- Ausländerrechtliche Verstöße (illegaler Aufenthalt, Verstöße gegen Aufenthaltsrecht) können definitionsgemäß nur von Nichtdeutschen begangen werden. Sie treiben den Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger in der Gesamtstatistik nach oben, ohne etwas über die allgemeine Kriminalitätsbelastung auszusagen.