Tatsächlich sind die Asylerstanträge 2025 massiv gesunken: 113.236 Erstanträge – ein Rückgang von über 50 % im Vergleich zum Vorjahr (2024: 229.751). Im Januar 2026 setzte sich der Trend mit fast 49 % Rückgang fort. Von einer Explosion kann keine Rede sein – die Zahlen bewegen sich auf dem Niveau von 2020.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole arbeitet mit Dramatisierungs-Sprache (‚explodieren‘, ‚überrannt‘), die emotionale Bedrohung suggeriert, ohne sich an konkreten Zahlen zu messen. Die Wahrnehmung folgt oft alten Spitzenwerten (2015/2016 oder 2022/2023) statt der aktuellen Entwicklung. Wer ‚immer weiter‘ sagt, hat den Trend nicht im Blick.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Auf welche Zahl beziehst du dich konkret — und aus welchem Jahr?"
- „Wie haben sich die Asylzahlen seit 2024 entwickelt — weißt du das?"
- „Wenn die Zahlen seit zwei Jahren rückläufig sind: ändert das deine Einschätzung?"
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