Die Bio-Treppe ist Teil des GModG-Entwurfs und noch nicht beschlossen. Selbst die unterste Stufe (10 % Biomethan ab 2029) übersteigt nach Branchenrechnungen die heute verfügbare deutsche Biomethan-Inlandsproduktion deutlich. Höhere Stufen (30 % bis 2035, 60 % bis 2040) sind mengenmäßig spekulativ und werden Gas spürbar verteuern, ohne CO2-Neutralität zu garantieren.
Was hinter der Parole steckt: Magisches Denken bei Mengen: Eine Pflicht-Quote löst kein Mengen-Problem auf der Angebotsseite. Bio-Methan ist EU-weit ein knappes Gut und in Industrie/Schwerverkehr deutlich werthaltiger als in der Hausheizung. Das Argument denkt vom Konsum-Endpunkt, nicht von der physischen Verfügbarkeit her.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wo sollen die nötigen Bio-Methan-Mengen herkommen, wenn EU-weit über 50 Mio. Gasheizungs-Haushalte Quoten-Anteile beziehen müssten?"
- „Wenn Bio-Methan in der Industrie um den Faktor 2-3 wertvoller ist — warum sollte es im Privatkessel landen, statt über Zertifikate verrechnet zu werden?"
- „Wer trägt die Mehrkosten, wenn deine Pflicht-Quote nicht physisch lieferbar ist, sondern nur über Zertifikate dargestellt wird?"
Stichworte: bio-treppe, biomethan, biogas, grüne gase, h2