Die Anschaffung ist günstiger, aber die Übergangsdauer ist meist die Laufzeit der Heizung, nicht ein paar Jahre. Über 15 bis 20 Jahre kommen ETS-2-Kostenrisiko, geplante Bio-Treppe und steigende Netzentgelte zusammen; bei sinkender Auslastung tragen verbleibende Gaskunden lokal höhere spezifische Netzkosten. Wer wirklich nur überbrücken will, kann das auch unterhalb eines Kesseltauschs — etwa mit Reparatur, hydraulischem Abgleich oder größeren Heizkörpern. Der Begriff ‚Übergang' passt nur, wenn die Nutzungsdauer tatsächlich kurz bleibt — ein neuer Kessel bindet dagegen für 15 bis 20 Jahre.
Was hinter der Parole steckt: Sunk-Cost-Falle in Vorlauf-Variante: Niedriger Anschaffungspreis wird gegen Lebensdauerkosten gerechnet — eine 2026 eingebaute Gasheizung läuft typisch 15-20 Jahre und durchläuft genau die Phase, in der ETS 2, Bio-Quote und ggf. lokaler Gasnetz-Rückbau greifen. ‚Übergang‘ unterstellt eine kurze Brücke, die in der Praxis Heizungs-Lebensdauer lang ist.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Über welche Lebensdauer rechnest du den ‚Übergang‘ — 5 Jahre oder die typischen 15-20 Jahre einer Gasheizung?"
- „Wie sieht deine Kostenbilanz aus, wenn der ETS-2-Preis 2030 auf 100-160 EUR/t steht und die Bio-Quote 10-15 % erreicht?"
- „Was passiert, wenn du in 5 Jahren doch eine WP brauchst und die 2026er-Förderkonditionen längst gesunken sind?"
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