Wasserstoff ist im energieintensiven Industrie- und Schwerlastverkehr-Bereich strategisch wichtig, aber für Hausheizungen nicht in Sicht. Nur 4 % der VKU-Stadtwerke planen die Vollumstellung ihres Verteilnetzes; das BMWE-Kernnetz ist als Industrie-Backbone konzipiert. Biomethan ist mengenmäßig knapp; Mischrechnungen der Fachverbände zeigen, dass schon 10 % Beimischung im Bestand die heute verfügbare Inlandsproduktion übersteigt.
Was hinter der Parole steckt: Hoffnungs-Argument mit Verfügbarkeits-Lücke: Grüner Wasserstoff wird im EU-Hochlauf prioritär für Stahl, Chemie und Schwerverkehr eingeplant — private Heizungen stehen weit hinten in der Mengen-Priorisierung. Verheizen von H2 ist zudem physikalisch teurer als WP (1 kWh Wärme kostet bei H2-Route 3-4× mehr Strom als bei Direkt-WP).
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Welche Studie zur H2-Verfügbarkeit für Haushaltsheizungen rechnet konkret die Mengen vor, die du erwartest?"
- „Wenn die H2-Heizungs-Route 3-4× mehr Primärstrom braucht als eine WP für dieselbe Wärme — warum sollte das wirtschaftlich werden?"
- „Was ist dein Plan B, wenn dein Netzbetreiber sagt: ‚In deinem Quartier ist H2 für Haushalte nicht vorgesehen‘?"
Stichworte: wasserstoff, h2, biomethan, zukunft