Die Gasnetzzukunft wird lokal entschieden. Die VKU-Umfrage 2025 zeigt: Bei 46 % der Stadtwerke ist sie offen, 19 % planen Stilllegung, 23 % einen Mix mit Stilllegungsanteil; nur 4 % wollen das Verteilnetz komplett auf Wasserstoff umstellen. Bei sinkender Auslastung steigen die Netzentgelte für die Verbleibenden — DIW Berlin warnt vor Vervielfachungsrisiken bis 2045.
Was hinter der Parole steckt: Falscher Allquantor: ‚Das Gasnetz‘ wird als bundesweit homogene Größe gedacht. Tatsächlich wird die Zukunft jedes Verteilnetzes lokal in der kommunalen Wärmeplanung entschieden — Stilllegungs-Szenarien sind in manchen Quartieren bereits dokumentiert. Das Argument verlagert eine lokale Unsicherheit in eine fiktive flächendeckende Garantie.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Ist deine Kommune bei der Wärmeplanung schon durch — und in welche Cluster (Gas-Bestand, Fernwärme, Strom-Wärme) fällt dein Quartier?"
- „Was passiert mit deinem Gasanschluss, wenn dein Quartier perspektivisch auf Fernwärme oder Strom umgestellt wird?"
- „Wenn die letzten Gaskunden im Quartier die Netzkosten anteilig tragen — wie kalkulierst du dieses Strukturrisiko ein?"
Stichworte: gasnetz, stadtwerke, stilllegung, netzentgelte