Auch ein großer AKW-Neubau würde Netze, Speicher, flexible Lasten und Erneuerbare nicht ersetzen. Bei wachsendem Strombedarf bleibt der Ausbau dieser Infrastruktur in jedem realistischen Szenario unvermeidlich.
Was hinter der Parole steckt: Die Pro-AKW-Position rahmt Atomkraft als Abkürzung der Energiewende. Tatsächlich werden Netze, Speicher und Sektorkopplung in jedem realistischen Szenario gebraucht — der Strombedarf bis 2045 verdoppelt sich durch Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie. AKW erzeugen Strom, aber sie ersetzen keine dieser Infrastruktur-Aufgaben.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wenn sich der Strombedarf bis 2045 ungefähr verdoppelt — wie viele AKW bräuchte man, um den EE-Ausbau wirklich abzulösen?"
- „Welcher Teil von Netzen, Speichern und Sektorkopplung würde durch AKW überflüssig?"
- „Bei einer Bauzeit von 12-15 Jahren ab Beschluss: Was machst du in der Zwischenzeit gegen die wachsende Stromlücke?"
Stichworte: energiewende, erneuerbare, ausbau, strombedarf, alternativpfad, kernkraft