Nein. Windräder wandeln Windenergie über einen Generator in Strom um — dafür brauchen sie keinen Diesel. Was stimmt: In seltenen Ausnahmefällen kommen Dieselaggregate zum Einsatz — etwa 2023 in Schottland, als 71 Turbinen nach einem Netzfehler bei Frost mit Diesel warmgehalten wurden. Das war eine Notfallmaßnahme, kein Regelbetrieb. Das Pitch-System, das die Rotorblätter bei Sturm aus dem Wind dreht, nutzt Batterien oder Ultrakondensatoren. Auch Schmieröl im Getriebe ist kein Treibstoff. Laut Umweltbundesamt hat eine Windkraftanlage die Energie für ihren Bau nach wenigen Monaten wieder eingespielt.
Was hinter der Parole steckt: Verschwörungs-Anekdotik aus Einzelfall: Der Schottland-Notbetrieb 2023 (71 Turbinen wurden bei Frost mit Diesel warmgehalten, nach Netzausfall) wird zum Regelbetrieb verallgemeinert. Funktionsweise wird grundlegend missverstanden — Windräder wandeln Wind über einen Generator in Strom um, ohne Verbrennungsmotor.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wenn Windräder mit Diesel betrieben würden — wozu sollte man sie dann überhaupt bauen?"
- „Wie schnell hat eine Windkraftanlage laut UBA die Energie für ihren Bau wieder eingespielt — und passt das zu einem ‚Diesel-Betrieb‘?"
- „Wenn der Schottland-Vorfall 2023 (Notbetrieb gegen Frost nach Netzausfall) zum Regelbetrieb verallgemeinert wird — was sagt deine Quelle konkret dazu?"
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