Von einem flächendeckenden Lade-Notstand kann keine Rede mehr sein: Anfang April 2026 waren bei der Bundesnetzagentur über 200.000 öffentliche Ladepunkte gemeldet, darunter mehr als 51.000 Schnelllader. Der wahre Kern: Zwischen Stadt und Land und zwischen Regionen gibt es weiter Lücken, und an manchen Autobahn-Standorten wird es zu Stoßzeiten eng. Aber das Netz wächst schnell — und gerade auf dem Land mit eigenem Stellplatz lädt man ohnehin meist zu Hause.
Was hinter der Parole steckt: Die Parole verallgemeinert eine punktuelle Erfahrung (bei mir gibt es keine Säule) zur Pauschalaussage über das ganze Land und friert dabei einen veralteten Stand ein — der Ausbau läuft schneller, als das Bild im Kopf nachzieht.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wann hast du zuletzt nachgesehen, wie viele Ladepunkte es in deiner Region tatsächlich gibt?"
- „Wer ein Haus mit Stellplatz hat: Warum solltest du dann überhaupt auf eine öffentliche Säule angewiesen sein?"
- „Wie weit ist die nächste Ladesäule von dir wirklich entfernt — hast du es mal nachgeschaut?"
Stichworte: Ladesäulen, Ladeinfrastruktur, Land, ländlich, laden