Tempo 30 bringt messbar etwas: In Brüssel, das Anfang 2021 fast stadtweit Tempo 30 einführte, halbierte sich die Zahl der Verkehrstoten im ersten Jahr, der Lärm sank um bis zu knapp 5 dB(A) — und die Reisezeiten blieben praktisch gleich. Das UBA empfiehlt Tempo 30 deshalb als innerörtliche Regelgeschwindigkeit. Der wahre Kern: Auf großen Durchgangsachsen kann Tempo 50 sinnvoll bleiben — es geht nicht um Tempo 30 überall um jeden Preis, sondern um die Regel im Wohn- und Geschäftsumfeld.
Was hinter der Parole steckt: ‚Bringt nichts' behauptet eine Wirkungslosigkeit, die den Daten widerspricht, und ‚übertrieben' rahmt eine Sicherheitsmaßnahme als Schikane. Unterstellt wird ein großer Zeitverlust, der real kaum messbar ist, weil innerorts Ampeln und Kreuzungen das Tempo bestimmen, nicht die freie Strecke.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wie viele Minuten verlierst du auf deiner Stadtstrecke wirklich mit Tempo 30 statt 50 — hast du es gemessen?"
- „Aus 50 statt 30 wird der Bremsweg deutlich länger: Wessen Sicherheit steht dem gefühlten Zeitgewinn gegenüber?"
- „Würdest du dir in deiner eigenen Wohnstraße eher Tempo 30 oder Tempo 50 wünschen?"
Stichworte: Tempo 30, Geschwindigkeit, Sicherheit, Lärm, Innerorts