Standortentscheidungen hängen von vielen Faktoren ab: Fachkräfte, Infrastruktur, Rechtssicherheit, Absatzmärkte und Energiekosten. Eine Vermögensteuer allein entscheidet selten über Investitionen. Ob eine konkrete Ausgestaltung produktive Investitionen belastet, hängt an Freibeträgen und der Behandlung von Betriebsvermögen — pauschal lässt sich der Effekt weder behaupten noch ausschließen.
Was hinter der Parole steckt: Monokausale Erklärung: Standortentscheidungen werden auf eine einzelne Steuervariable reduziert. Fachkräfte, Infrastruktur, Rechtssicherheit, Absatzmärkte, Energiekosten — alle empirisch wichtigeren Faktoren — werden ausgeblendet, um eine Kausalitäts-Drohung zu konstruieren.
Am Tisch nützlich – Gegenfragen:
- „Wenn Norwegen mit Vermögensteuer und Spanien ohne signifikante Investitionsabwanderung leben — was unterscheidet Deutschland?"
- „Welche Studie quantifiziert eine direkte Vermögensteuer-Investitions-Kausalität — und mit welcher Effektgröße?"
- „Würde eine 1-%-Vermögensteuer wirklich Standort-Entscheidungen drehen, die sonst von Fachkräften, Infrastruktur und Energiekosten getrieben sind?"
Stichworte: Investitionen, Kapitalflucht, Standort, Deindustrialisierung, abwandern